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Umweltfolgenabschätzung Verkehr Mobilität UVS Erding Ringschluss

Erdinger Ringschluss, Paket B und C: UVS, LBP und FFH- und SPA-Verträglichkeitsprüfung, saP

 

Aufgabenstellung

  • Das Projekt „Erdinger Ringschluss – Verbesserung der Schienenanbindung des Flughafens München" hatte zum Ziel, die Schienenanbindung des Flughafens München zu verbessern und neben der bisherigen S-Bahnverbindung auch die Regionalverkehre an den Flughafen zu führen. Der Flughafen sollte auf dem Schienenweg aus Nordostbayern und Südostbayern direkt erreichbar werden. Der S-Bahn-Takt von und zur Landeshauptstadt München sollte verbessert werden. Das Vorhaben umfasste insgesamt 3 Planungspakete (A, B und C). Für den Planfeststellungsabschnitt 4.1 (innerhalb Paket B) hat das Eisenbahn-Bundesamt am 16. Februar 2018 den Planfeststellungsbeschluss erlassen.
  • Paket B: Erdinger Ringschluss - zweigleisige Neubaustrecke (rd. 13 km) vom Bahnhof Erding zum Bahnhof Flughafen München mit dem neuen Haltepunkt Schwaigerloh; Walpertkirchener Spange: eingleisige Neubaustrecke (rd. 9 km) von der Abzweigung Obergeislbach der Strecke München-Mühldorf zur Abzweigung Erding-Nord des Erdinger Ringschlusses.
  • Paket C1 - zweigleisiger Ausbau der Strecke von Markt Schwaben bis Altenerding (rd. 12 km) mit drei weiteren Haltepunkten, barrierefreier Ausbau der Stationen, Überplanung von 6 Bahnübergängen.
  • Paket C2 - viergleisiger Ausbau der Strecke von München-Riem bis Markt Schwaben (rd. 20 km) mit vier weiteren Haltepunkten, barrierefreier Ausbau der Stationen, Überplanung eines Bahnüberganges.
  • UVS: Beurteilung der vorhabenspezifischen Auswirkungen auf die Schutzgüter nach UVPG, insbesondere Beurteilung der Auswirkungen der Gleiskörper und Brückenbauwerke.
  • LBP: Ermittlung des Bedarfs an Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen für Eingriffe in den Naturhaushalt und Entwicklung eines Maßnahmenkonzeptes mit Schwerpunkt landschafts- und stadtbildgerechte Einbindung der neuen Bahnanlagen, Schaffung trocken-magerer Standorte (für Wechselkröte und Eidechsen), Gewässerrenaturierungen und Anlage von Gewässerrandstreifen.
  • FFH- und SPA-VP: Prüfung, ob das Vorhaben zu erheblichen Beeinträchtigungen der Natura 2000-Gebiete „Nördliches Erdinger Moos" (SPA, DE- 7637-471) und „Strogen, Hammerbach und Köllinger Bächlein" (FFH, DE-7637-371) führen kann.
  • saP: Prüfung, ob Verbotstatbestände nach § 44 Abs.1 BNatSchG bei Arten des Anhang IV FFH-RL oder europäischen Vogelarten erfüllt werden; Betroffenheitsanalyse auf Einzelartebene und auf Ebene von ökologischen Gilden (Fledermäuse, Reptilien, Vögel).

 

Wichtige Daten und Besonderheiten

Untersuchungsgebiet: 5030 ha (Paket B), 3890 ha (Paket C); 22 km Streckenlänge Paket B und 32 km Streckenlänge (Paket C)

  • Das Vorhaben befindet sich innerhalb dicht besiedelter Stadtgebiete sowie noch relativ unzerschnittener Naturräume mit entsprechend hohem Konfliktpotenzial beim Aus- und Neubau der Bahnstrecken.
  • Es sind zwei Natura 2000-Gebiete von der Planung betroffen: Vogelschutzgebiet „Nördliches Erdinger Moos" und FFH-Gebiet „Strogen, Hammerbach und Köllinger Bächlein"
  • Besondere artenschutzrechtliche Anforderungen ergeben sich durch das Vorkommen von Wiesenbrütern (v.a. Großer Brachvogel) im Vogelschutzgebiet „Nördliches Erdinger Moos" sowie der Wechselkröte im Stadtgebiet bzw. Landkreis München.
  • Besondere Anforderungen bezüglich der Vermeidung und Verminderung von Eingriffen stellen die Querungen zweier naturnaher Flussauen (Sempt- und Strogenaue) dar.

 

Leistungen

  • Umweltverträglichkeitsstudie (UVS)
  • Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP)
  • FFH-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP)
  • SPA-Verträglichkeitsprüfung (SPA-VP)
  • Artenschutzrechtliche Prüfung (aP)

 

 

Auftraggeber Freistaat Bayern
Bearbeitungszeitraum ifuplan seit 2011,
2005 – 2010 (persönliche Referenzen Dr. Maria Altmann und Jürgen Frontzek)
Untersuchungsraum Landkreise Erding, Freising und München, Stadtgebiet München
Auftragnehmer ifuplan
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