Flächenentsiegelung im Alpenraum – Kommunale Umsetzung eines künftigen Planungsziels

Aufgabenstellung
Die Kreislaufwirtschaft in Bezug auf Flächenmanagement ist ein zentrales Mittel, um das Netto-Null-Ziel für den Flächenverbrauch bis 2050 zu erreichen. Dazu gehört nicht nur die Rekultivierung von Brachflächen und Leerständen, sondern zunehmend auch das zentrale Thema der Entsiegelung. Allerdings besteht eine Diskrepanz zwischen der Forderung nach Entsiegelung auf der Ebene der überörtlichen Strategien und Raumordnungspläne und deren Operationalisierung und Umsetzung auf der lokalen Ebene. Trotz der hohen Relevanz für die Raum- und Flächennutzungsplanung ist noch weitgehend unklar, wie insbesondere ländlich geprägte Gemeinden oder Regionen mit ihren typischen Rahmenbedingungen (Finanzierung, Verwaltungskapazitäten, Siedlungsstruktur) das Thema Entsiegelung (und Umwidmung) in der kommunalen Planungspraxis konkret umsetzen können und welche Prozessschritte für die kommunale Entsiegelungsplanung geeignet sind.
Projektziel ist die Entwicklung einer Methodik, um Flächenentsiegelung in der räumlichen Planung im Alpenraum mit Schwerpunkt auf der kommunalen Flächennutzungsplanung zu etablieren. Diese Methodik soll auf ihre Anwendbarkeit und Übertragbarkeit in den beteiligten Alpengemeinden getestet werden. Auf dieser Grundlage werden Handlungsempfehlungen für den Alpenraum im Hinblick auf eine möglichst breite Anwendung entwickelt.
| Hauptauftraggeber: | Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit |
| Bearbeitungszeitraum: | 2025 – 2026 |
| Untersuchungsraum: | Gemeinden Steingaden (Lkr. Weilheim-Schongau) und Vöran (Südtirol) |
| Auftragnehmer: | ifuplan in Kooperation mit der Plattform Land e.V. (Südtirol) |
Leistungen
-
- Modul 1 Theoretische und fachliche Grundlagen eines kommunalen Entsiegelungskonzepts
- Modul 2 Entwicklung eines kommunalen Entsiegelungskonzepts am Beispiel der Pilotgemeinden Steingaden und Vöran
- Modul 3 Wettbewerb „Entsiegelung und Bodenaufwertung“
- Modul 4 Kommunikation und Beteiligungsprozess


